CSU startet Info-Veranstaltungen zur Kommunalwahl 2014

Am 26. Januar luden die CSU Ortsverbände Marklkofen und Steinberg zu ihrem ersten offiziellen Wahltermin im Gasthaus Albrecht Kösbauer in Poxau. Unter anderem auf der Agenda: Gemeinderat und Jugendbeauftragter der Gemeinde, Peter Eisgruber-Rauscher, stellte sich als neuer Kandidat für das Amt des ersten Bürgermeisters vor. Ebenfalls stellten sich auch alle 16 CSU-Gemeinderatskandidaten sowie die drei CSU-Kreistagskandidaten vor und MdB Max Straubinger war gekommen, um die Bundes- und Kreistagspolitik der CSU zu erläutern.

CSU-Kandidaten für die Kommunalwahl 2014 mit Gastredner MdB Max Straubinger (vorn: 2.v.r.) CSU-Kandidaten für die Kommunalwahl 2014 mit Gastredner MdB Max Straubinger (vorn: 2.v.r.)

csu-poxau-streblHelmut Strebl, erster Vorsitzender des CSU Ortsverbands Marklkofen eröffnete die gut besuchte Veranstaltung und begrüßte ganz besonders Max Straubinger, Martin Geltinger, den ersten Bürgermeister der Gemeinde, Otto Lommer, den zweiten Bürgermeister sowie Ehrenbürger Friedrich Ebertseder und den Vorsitzenden des SPD Ortsverbands Franz Wimmer. Peter Eisgruber-Rauscher erläuterte im Anschluss das Hauptziel der Veranstaltung, nämlich „das Interesse der Bevölkerung an der Kommunalwahl zu wecken und wenn möglich zur Mitarbeit in der Gemeinde zu motivieren.“ Allerdings seien die Ortsverbände in der Gemeinde hier sehr gut aufgestellt, da sie nicht nur anlässlich bevorstehender Wahlenaktiv mit den Bürgern kommunizieren, sondern regelmäßig Ausflüge, Betriebsbesichtigungen initiieren, viele Veranstaltungen besuchen und diverse eigene Veranstaltungen zu organisieren. Peter Eisgruber-Rauscher: „Alles Aktivitäten, die in der Bevölkerung gut aufgenommen werden.

Kommunalpolitiker als Vermittler

csu-pox-per-mstrPeter Eisgruber-Rauscher bedankte sich ausdrücklich für die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit bei kommunalen Themen, bei der immer das Gemeinwohl im Mittelpunkt steht. Er brach darüber hinaus – bei allem Verständnis für vielerorts herrschenden Parteienunmut – eine Lanze für die Arbeit der Parteien, die besonders auf kommunaler Ebene eine ausgezeichnete Mittlerrolle spielen, zwischen den Ideen, Meinungen und Stimmungen der Bürger an der Basis und den Landes- und Bundespolitikern. Damit diese den Kontakt und ihr Gespür für die wirklichen Sorgen und Nöte der Bürger nicht aus den Augen verlieren. Peter Eisgruber-Rauscher: „Viele Vorschläge kommen aus der Kommunalebene, wie beispielsweise das Schließen von Isar I. Und Kommunalpolitiker sind in vielen Gremien dabei und bekommen auf diese Weise viele wertvolle Hintergrundinformationen aus erster Hand.

Nach der Vorstellung der 16 Gemeinderäte, deren Liste Peter Eisgruber-Rauscher auf Platz 1 anführt, gefolgt von 2. Walter Tietze, 3. Helmut Strebl, 4. Susanne Bergmoser, 5. Daniel Rischer, 6. Michael Lerbinger, 7. Franz Eberl, 8. Dr. Michael Kagerbauer, 9. Helmut Huber, 10. Simon Kieswimmer, 11. Karl Pickl, 12. Erwin Schleifer, 13. Walter Vilsmaier, 14. Armin Huber, 15. Erwin Beisl und 16. Franz Biermeier, folgte anschließend die Vorstellung der Ersatzkandidaten: Birgit Moritz und Richard Bergmoser. Martin Geltinger übernahm nun die Vorstellung der drei nominierten Kreisräte: Er selbst kandidiert heuer auf Platz 60, auf Platz 17. der Kreistagsliste wird Peter Eisgruber-Rauscher und auf Platz 36 Daniel Rischer kandidieren. Martin Geltinger, der bereits seit 18 Jahren auf Kreisebene aktiv Politik macht: „Ich rechne mir auf Platz 60 zwar keine Chancen aus, aber es war mir wichtig, dass wir alle uns zustehenden Plätze für Marklkofen auch besetzen.“ Weitere Informationen zu den Gemeinderatskandidaten finden Sie hier.

Praktische Wahltipps

martin-geltingerIm Anschluss gab Martin Geltinger noch Tipps zum Bayerischen Wahlsystem und den verschiedenen Listen, die die Bürger am 16. März ausfüllen müssen. Für den Kreistag haben die Wähler jeweils 60 Stimmen zum Vergeben. Wer es sich einfach machen will, so Martin Geltinger, kann auf jeden Fall ganz oben auf der Kreistagsliste das Kreuzchen bei der CSU machen, damit bekommt jeder der 60 CSU-Kandidaten eine Stimme oder er verteilt seine 60 Stimmen auf Einzelkandidaten seiner Wahl – pro Kandidat maximal 3 Stimmen. Martin Geltinger: „Die restlichen Stimmen werden dann – immer mit einer Stimme – von oben nach unten auf die restlichen Kandidaten verteilt.“

Für die Gemeinderatsliste hat der Wähler insgesamt 16 Stimmen zu vergeben. Auch hier: Wer sein Kreuzchen ganz oben auf der Liste macht, gibt jedem der gelisteten Kandidaten eine Stimme. Alternativ können auch hier jedem Einzelkandidaten maximal drei Stimmen gegeben werden. Die evtl. fehlenden restlichen Stimmen werden ebenfalls von oben nach unten auf die restlichen Kandidaten verteilt. Für beiden Listen gilt: Sollte ein Wähler zuviel Stimmen vergeben haben, wird panaschiert, das heißt, von unten nach oben wird den Kandidaten jeweils einer der (überzähligen) Punkte abgezogen. Beim Wahlzettel für die Bürgermeisterwahl ist es dann wesentlich einfacher. Hier kann der Wähler jeweils nur eine Stimme vergeben.

Außerdem hat Marklkofen heuer nur einen Bürgermeisterkandidaten, ein Gegenkandidat wurde nicht aufgestellt. Martin Geltinger ging am Ende noch einmal drauf ein, dass er am 30. April 2014 „ohne Nachwehen aus dem Amt scheiden kann“. Aber bei aller Freude auf den bevorstehenden Ruhestand gab der scheidende erste Bürgermeister von Marklkofen doch auch ein wenig Wehmut zu, denn schließlich habe er das Glück und das Privileg gehabt, in den insgesamt 36 Jahren Gemeindepolitik – davon 18 Jahre als erster Bürgermeister – eines seiner Hobbys, die Politik, zu seinem Beruf zu machen: „Auch wenn man nicht immer allen alles Recht machen, macht es Spaß, das Gemeindeleben aktiv mitzugestalten und Erfolge zu verbuchen – auch wenn’s anfangs manchmal gar nicht danach aussieht.“

Neu in diesem Jahr, so Martin Geltinger: „Die Briefwahl muss nicht mehr begründet werden – ab sofort kann jeder diesen Weg wählen.“ Da dadurch eine erhöhte Anzahl von Briefwählern erwartet wird, wird es heuer weniger Wahllokale geben.

Max Straubinger nimmt Stellung

Den Abschluss machte MdB und CSU-Kreistagskandidat, Max Straubinger, der die CSU-Kreistagsliste auf Platz 1 anführt. Auch er ging auf die allgemeine Politikmüdigkeit ein, von der aber in Niederbayern und Bayern – über alle Parteigrenzen hinweg – nicht viel zu spüren ist: „Hier begegnet mir überall ein großes Engagement.“ Das zeigt sich nicht zuletzt, dass es für den Kreistag heuer sieben Listen mit jeweils 60 Kandidaten gibt. Das sind 420 Kandidaten insgesamt. Dabei ging er auch noch einmal auf die erfolgreiche Bundestagswahl ein, bei der die CSU 41 Prozent der Sitze gewann (bei der Wahl davor waren es nur 33 Prozent der Sitze gewesen).

max-straubinger-150Gleichzeitig wies Max Straubinger auf die Bedeutung des Kreistags hin, der für eine Verzahnung der verschiedenen politischen Ebenen eine wichtige Rolle spielt: „Uns liegt es besonders am Herzen, dass auch die kommunalen Belange in den großen Politikentscheidungen aktiv eingebracht und berücksichtigt werden.“ Und hier zeichnet sich für die Zukunft wieder ein sehr viel positiveres Bild unter der aktuellen Großen Koalition von Schwarz-Rot in Berlin, als in den Jahren unter Schwarz-Gelb: „In der Vergangenheit war es unverantwortlich, die Kommunen zum Sozialamt zu machen.“ Ab Januar 2014 übernimmt der Bund nun beispielsweise wieder zu 100 Prozent die Grundsicherung. Darüber hinaus ging es hauptsächlich um Themen des Landkreises: Neubauten für Schulen, Krankenhaussituation, der demografische Faktor, die Energiewende, die Wirtschaft in Niederbayern (der Exportanteil beträgt 60 Prozent) – wobei in erster Linie eine wohnungsnahe Versorgung der Bürger im Fokus stand.

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